Der Amurwels (Silurus asotus, auch bekannt als Japanischer Wels) ist eine faszinierende Raubfischart, die im Amurbecken und in weiten Teilen Ostasiens heimisch ist. Im Vergleich zu seinem europäischen Verwandten, dem Europäischen Wels (Waller), bleibt er deutlich kleiner und erreicht in der Regel ein Gewicht von bis zu 4 kg.
Lebensweise, Ernährung und Aktivität
Als typischer nachtaktiver Räuber geht der Amurwels bevorzugt in den dunklen Stunden am Gewässergrund auf Nahrungssuche.
- Nahrungsspektrum: Er ernährt sich von kleineren Fischen, Würmern, Muscheln und Krebsen.
- Wassertemperatur: Als wärmeliebende Fischart zeigt er seine höchste Aktivität bei Temperaturen zwischen 16 und 26 °C.
- Saisonale Besonderheiten: Die besten Fangerfolge erzielt man in warmen Sommernächten. Im Winter stellt der Amurwels die Nahrungsaufnahme nahezu vollständig ein.
- Standplätze: Er bevorzugt tiefe Löcher mit schlammigem Grund, Totholzbereiche sowie unterspülte Ufer, wo er verborgen am Grund lebt.
Köder und Montagen für das Angeln auf Amurwels
Da der Amurwels hauptsächlich nachts aktiv ist, erfordert der Ansitz die passende Strategie:
- Hauptmethode: Die klassische Grundmontage ist die mit Abstand effektivste Angeltechnik.
- Erfolgsversprechende Köder: Er reagiert hervorragend auf aroma- und proteinreiche Köder wie Tauwürmer, Köderfische, frische Fischstreifen und Hühnerfleisch.
- Angelzeit: Das Gezielte Fischen erfolgt fast ausschließlich in der Nacht, wenn der Wels seine Unterstände verlässt.
Der Amurwels ist weit weniger verbreitet als der Europäische Wels. Für einen gezielten Fang empfiehlt es sich, gezielt die tiefen Rinnen, Gumpen und ruhigen Abschnitte im Amurbecken sowie seinen zahlreichen Zuflüssen zu befischen.