
Der Zander (Sander lucioperca), auch als Schill bekannt, ist ein begehrter Raubfisch unserer Süßgewässer mit auffälligen, spitzen Fangzähnen („Hundszähnen“). Er wird von Anglern und in der Küche wegen seines feinen, mageren weißen Fleisches extrem geschätzt. Kapitale Trophäenzander können ein Gewicht von bis zu 15 kg erreichen.
Als aktiver Räuber ernährt sich der Zander bevorzugt von schlanken Köderfischen wie Ukeleien (Lauben), Gründlingen und Grundeln. Er ist ein ausgeprägter Dämmerungs- und Nachtjäger, der seine Beute mithilfe von speziell an schwaches Licht angepassten Augen treffsicher nachstellt.
Zander sind bei Wassertemperaturen zwischen 10–22 °C am aktivsten. Die besten Beißzeiten für das Zanderangeln liegen in der Dämmerung und nach Einbruch der Dunkelheit. Wichtige saisonale Phasen sind die Fressphase nach dem Laichen im Mai sowie der ausgeprägte Herbstzug (Oktober–November). Zander bevorzugen einen stabilen Luftdruck und reagieren empfindlich auf plötzliche Wetterumschwünge.
Der Zander hält sich bevorzugt in tiefen, sauberen Gewässerabschnitten mit hartem Sand- oder Steinboden auf. Schlammige Gewässergrundbereiche und dichte Krautfelder meidet er konsequent. Als geselliger Schwarmräuber patrouilliert er entlang von steilen Kanten, Strömungsrettern und steht tief an versunkenen Hindernissen oder Holz.
Zu den erfolgreichsten Zanderködern zählen Gummifische (Jigs), schlanke Wobbler, Mandulas und Köderfische. Das Faulenzen und Jiggen mit einer präzisen Stufenführung am Grund ist die effektivste Methode am Tag und in tiefen Gewässern, während der Köderfisch an der Grundmontage ein absoluter Klassiker für das nächtliche Zanderangeln ist.
Wer gezielt einen Trophäenzander von über 5 kg fangen möchte, sollte in der Dunkelheit die Kanten großer Ströme und Flüsse befischen. Während der herbstlichen Fressphase bringen große Gummifische (12–15 cm) an schweren Jigköpfen, geführt mit einer langsamen, kontrollierten Stufenführung (Faulenzermethode), den größten Erfolg.