Catch and Release: So bleibt der Fisch am Leben | BeAngler

Catch and Release richtig: widerhakenlose Haken, nasse Hände, schnelles Abhaken, ein kurzes Foto und Wiederbeleben, damit der Fisch stark davonschwimmt.

Catch and Release ist eine der einfachsten Möglichkeiten, mit denen ein Angler ein Gewässer für die Zukunft schützen kann. Ein zurückgesetzter Fisch schwimmt zum Ablaichen davon, wird größer und liefert dir vielleicht an einem anderen Tag erneut einen Drill. Nachlässig durchgeführt, kann das Zurücksetzen jedoch mehr schaden, als den Fisch zu entnehmen. Das Ziel ist einfach: den Fisch schnell landen, ihn so wenig wie möglich berühren und ihn kräftig genug zurückgeben, dass er von allein wegschwimmt. Dieser Ratgeber führt dich durch Ausrüstung, Handhabung und die kleinen Gewohnheiten, die darüber entscheiden, ob ein Fisch überlebt oder nicht.

Ausrüstung, die dem Fisch hilft zu überleben

Gutes Zurücksetzen beginnt schon vor dem Wurf. Die richtige Ausrüstung nimmt das meiste Risiko:

Binde dein Vorfach mit starken, zuverlässigen Knoten, damit im Drill nichts versagt; unser Ratgeber zu Angelknoten zeigt sichere Montagen, die gut zu widerhakenlosen Haken passen.

Vor dem Fisch: den Drill verkürzen

Ein langer, zehrender Drill flutet den Fisch mit Milchsäure und kann noch Stunden nach dem Zurücksetzen tödlich sein. Ausgewogenes Gerät — Rute, Schnur und Bremse passend zum erwarteten Fisch — lässt dich ihn schnell und bestimmt landen, statt ihn bis zur völligen Erschöpfung auszudrillen. Untermotorisiere dich nicht für den Reiz eines langen Kampfes; gerade der Fisch, der in gutem Zustand gelandet wird, schwimmt am ehesten davon. Halte Kescher, Klemme und nasse Matte bereit, bevor der Biss kommt, nicht erst, wenn ein müder Fisch dir vor den Füßen schlägt.

Handhabung: die goldenen Regeln

Die meisten Todesfälle beim Zurücksetzen gehen auf die Handhabung zurück. Befolge diese Regeln jedes Mal:

  1. Mach Hände, Matte oder Kescher nass, bevor du den Fisch berührst — trockene Hände lösen die Schleimschicht, die ihn vor Infektionen schützt.
  2. Halte den Fisch niedrig über weichem Boden, Gras oder Wasser, nie über Steinen oder hartem Ufer, wo ein Sturz Verletzungen bedeutet.
  3. Stütze ihn waagerecht mit beiden Händen — eine unter dem Bauch, eine nahe der Schwanzwurzel. Hänge einen Fisch nie senkrecht am Maul auf.
  4. Halte deine Finger weit weg von Kiemen und Augen, den empfindlichsten Stellen des Fisches.
  5. Minimiere die Zeit an der Luft. Behandle jede Sekunde außerhalb des Wassers, als hieltest du selbst unter Wasser die Luft an.

Schnelles und sauberes Abhaken

Ein widerhakenloser Haken in der Lippe löst sich meist mit einer Drehung der Klemme in Sekunden. Greife den Hakenbogen, führe ihn entlang des Winkels zurück, in dem er eingedrungen ist, und halte den Fisch ruhig auf der Matte. Sitzt der Haken tief, ist aber noch sichtbar, arbeite die Klemme ruhig hinab, statt zu reißen. Ist ein Fisch tief in Schlund oder Kiemen gehakt und du erreichst den Haken nicht sicher, schneide die Schnur so dicht wie möglich am Haken ab und setze den Fisch zurück — ein verbliebener Haken rostet oft heraus oder wird abgestoßen, und das ist weit besser als der Schaden durch Herumstochern.

Das perfekte schnelle Foto

Ein Foto ist in Ordnung, aber bereite zuerst alles vor. Kamera an, Einstellungen fertig und ein Helfer bereit, bevor der Fisch das Wasser verlässt. Hebe den Fisch und halte ihn niedrig über Kescher, Matte oder Wasseroberfläche, damit ein Abrutschen weich endet, mach ein paar Aufnahmen und setze ihn sofort zurück. Ein paar Sekunden genügen. Beginnt der Fisch zu zappeln, ist das Foto vorbei — sein Überleben zählt mehr als der Schnappschuss.

Wiederbeleben und zurücksetzen

Lass einen müden Fisch nicht einfach fallen und geh weg. Halte ihn aufrecht im Wasser, mit dem Kopf in eine etwaige Strömung, und lass sauerstoffreiches Wasser über seine Kiemen strömen. Gib ihm Zeit — eine Minute oder mehr nach einem harten Drill. In kaltem Wasser erholen sich Fische schneller; in warmem Sommerwasser ermüden sie leichter und brauchen längeres, sanfteres Wiederbeleben, weil warmes Wasser weniger Sauerstoff enthält. Wenn der Fisch das Wasser packt, kräftig mit der Schwanzflosse schlägt und sich losreißen will, lass ihn los. Dieser Schlag ist sein Zeichen, dass er bereit ist.

Halte das Zurücksetzen fest, nicht die Entnahme

Du musst einen Fisch nicht behalten, um die Erinnerung zu bewahren. Den Fisch zu messen, Länge und Gewicht zu notieren und ihn einzutragen, macht aus dem Zurücksetzen einen bleibenden Eintrag — und nützliche Daten dazu, wie ein Gewässer gerade fängt. Mit dem BeAngler-Fangbuch erfasst du einen Release mit Länge, Gewicht, Köder und Bedingungen, statt den Fisch mit nach Hause zu nehmen, und kannst ihn dem richtigen Spot aus dem Gewässerverzeichnis zuordnen. Teile diese Ethik mit anderen in Teams & Vereinen, wo eine Gemeinschaft, die gut zurücksetzt, dieselben Gewässer für alle schützt. Erstelle dein kostenloses BeAngler-Konto und beginne noch heute, Releases zu protokollieren.